Zwei Codes, zwei verschiedene Aufgaben

Ein Decoy Vault und ein Duress Vault lösen unterschiedliche Probleme, und es ist wichtig, genau zu wissen, welcher was tut, bevor Sie sich auf einen von beiden verlassen.

Der Decoy Vault öffnet sich mit einem zweiten Code und zeigt genau das, womit Sie ihn im Voraus gefüllt haben — eine Reihe gewöhnlicher Dateien Ihrer Wahl. Er ist für Situationen gedacht, in denen Sie etwas entsperren müssen und ein leerer Tresor selbst verdächtig wäre.

Der Duress Vault ist ein dritter Code, der einen leeren Tresor öffnet und dabei Ihre echten löscht. Und er bleibt danach nicht als auffällige leere Hülle zurück: Dieser Tresor wird zu Ihrem Haupttresor, als ob nie etwas anderes auf dem Gerät gewesen wäre. Er ist für Situationen gedacht, in denen die Dateien das Entsperren wirklich nicht überleben dürfen — nicht um die Aufmerksamkeit abzulenken, sondern um sicherzustellen, dass nichts mehr zu finden ist. Welcher Fall eintritt, hängt ganz davon ab, womit Sie konfrontiert sind, und beide werden von Ihnen im Voraus konfiguriert und nicht spontan improvisiert.

Ein Tresor, nicht zwei separate Tools

Quellenmaterial befindet sich meistens dort, wo Sie es erhalten haben — auf einem Telefon im Außeneinsatz, auf einem Laptop zurück am Schreibtisch. Vaultine läuft unter Windows, macOS, iOS und Android, sodass es in beiden Fällen derselbe verschlüsselte Tresor ist und nicht eine Telefon-App, die Sie auch daran denken müssen, auf einen Laptop zu spiegeln.

Der Ordner-Import ist hierbei ebenfalls wichtig: Ein vorhandener Dokumentenordner wird als Ordner eingebracht und nicht als dreißig einzelne Dateien, die eine nach der anderen hinzugefügt werden.

Nichts zu erzwingen

Vaultine hat kein Kontosystem und keinen Server, auf dem Ihre Dateien oder Ihr Verschlüsselungsschlüssel gespeichert werden. Der Schlüssel wird aus Ihrem Code auf Ihrem Gerät abgeleitet und verlässt es nie. Dies ist eine Designentscheidung mit einer praktischen Konsequenz: Es gibt keine Kopie Ihres Quellenmaterials auf Anbieterseite, die von irgendjemandem angefordert, vorgeladen oder gehackt werden könnte — weil sie von vornherein nie dort war.